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 Projektübersicht

VUK ist ein europäisches Active and Assisted Living Programme Projekt zusammengesetzt aus einem Konsortium aus 9 Partner aus Ungarn, Österreich, Spanien, Portugal und dem Vereinigten Königreich. Das Projekt fokussiert auf ältere blinde oder sehbehinderte Individuen und deren Pflegepersonal mit einer grundlegenden (oder besseren) Fähigkeit zur Anwendung technologischer Hilfsmittel, also einer Gruppe, die derzeit eine passende Navigationshilfe für die tägliche Mobilität nicht besitzt. Visionless sUpporting frameworK (VUK) stellt eine neue urbane Mobilitätslösung dar, die es sehbehinderten Individuen ermöglicht unabhängiger und aktiver zu sein, während gleichzeitig der Arbeitsaufwand für Pflegende reduziert wird und der Komfort für beide Seiten verbessert wird. Zusätzlich wird darauf abgezielt Personen in der Etablierung von Beziehungen mit anderen die in der gleichen Situation sind zu unterstützen und eine Community zur Hilfestellung aufzubauen.

Projektziele

Das Projektziel ist die Unterstützung von blinden und sehbehinderten Individuen in der herausfordernden Umgebung der urbanen Mobilität. Dies erfolgt durch einfache, effektive und leistbare Indoor-Navigationslösungen und Mobilitätsassistenz. Das System begleitet den Nutzer während der gesamten Reise durch ungewohnte Umgebungen wie etwa U-Bahn-Staitonen oder komplexe Gebäude wie Shopping Center oder Bürogebäude. Das angedachte Service soll auch für Unternehmen und öffentliche Organisationen, in denen blinde oder sehbehinderte Menschen arbeiten oder die häufiger besucht werden, Unterstützung bieten.

Projektfortschritt

Das Projekt VUK befindet sich jetzt am Ende des ersten Jahres. Nachfolgend können die Fortschritte der einzelnen Partner nachgelesen werden.

TSB

Transdanubias Aufgaben für das erste Quartal in 2017 war die Koordination und Zusammenstellung des Disseminationsreports für das Jahr 2016 sowie die Bereitstellung von Anforderungen für Barrierefreiheit für die VUK-Applikation in den Bereichen Design, Layout, Kontrastanforderungen sowie weiteren Feldern. TSBs Team erstellte ein Review des Deliveralbes 3.7 Testing of Core Technologies und gab Rückmeldung um die Barrierefreiheit des Designs sicherzustellen. Darüber hinaus wurde die Untersuchung einer Test-App durchgeführt, parallel zur Prüfung durch Infoalap, um die Funktionalität des Designs zu überprüfen. Ebenso wurden Speech Input und Output für Android durch TSB und Infoalap getestet.

INFOALAP

Auf Basis der Leitung der IT Foundation for the visually impaired wurde eine detaillierte Analyse zu den Bedürfnissen dieser Gruppe in Österreich und Ungarn erstellt. Darüber hinaus wurde 2016 eine GAP-Analyse sowie ein Report zu Nutzungsszenarien erstellt.

In den ersten Monaten des Jahres 2017 war Infoalap besonders in der Fertigstellung des Ethical and Privacy Reports sowie in der Einbringung der technischen Spezifikationen tätig. Die Experten der Stiftung verfassten den Report zu den Evaluierungsmethodologien und unterstützen in der Vorbereitung des Agile Evaluation Reports.

INOVA+

INOVA+ hat die erste Version der technischen Spezifikationen abgeschlossen. Einige Änderungen wurden noch nach dem Abschlussdatum besprochen und es konnte eine Einigung der technischen Partner beim Londoner Meeting erzielt werden. Die Änderungen betreffen einige kritische Spezifikationen (wie Architektur, Module und Funktionen) und die Konsortiumsmitglieder haben beschlossen, dass diese Inhalte in der finalen Version der technischen Spezifikationen enthalten sein sollen. Dank des Fortschritts der Partner bei der Entwicklung der VUK Applikation werden die technischen Spezifikationen immer klarer.

INOVA+ hat auch mit der Entwicklung des Privacy- und Datensicherheitsmoduls für VUK begonnen, wobei hier eine Demonstration erstellt wurde, die die zukünftigen Auditierungs-, Authorizierungs und Authentifizierungsprozesse im VUK System auf Basis der ethischen und rechtlichen Rahmenbedingungen darstellt und sicherstellt, dass die technischen Aspekte aus den Spezifikationen sowie die Privacy- und Datensicherheitsprozesse wie diese im Framework festgelegt sind, eingehalten werden. Derzeit werden die Kommunikationstests durchgeführt und die Funktionen zur Authentifizierung der NutzerInnen werden auf einer eigenen Plattform finalisiert.

ESL

Im November 2016 wurde das persönliche VUK-Treffen in London von Erlang Solutions (ESL) abgehalten. Diese war eine großartige Möglichkeit um gemeinsam zu Brainstormen und die Denkprozesse weiter zu entwickeln. Hier haben wir End-User Nutzungsszenarien sowie Funktionen im Rahmen des Projekts betrachtet, die es den technischen Partnern erlauben sollen praktische Lösungen zu schaffen und einen Plan für das weitere Vorgehen zu skizzieren.

Die Entwicklung einer Backend Lösung durch ESL zur Demonstration für die technischen Partner erfolgte nach eingehender Untersuchung des technologischen State of the Art. Basierend auf diesen Vorarbeiten wurde im Jänner 2017 festgelegt, in welcher Form die End-User Erfahrung durch die verschiedenen Partner mittels Zugriff auf verschiedene Technologien gestaltet werden soll. Dies betrifft Elemente wie etwa die Sicherheit, Zugriff und Editierung von Inhalten aber auch Suchanfragen über die gesamte VUK Infrastruktur hinweg. Diese Aktivitäten sind derzeit noch nicht abgeschlossen und werden wohl den Rest des Jahres 2017 benötigen um vollständig getestet und verfeinert zu sein.

HI-Iberia

Als technischer Partner hat HI-Iberia begonnen den sozial-basierten Assitenz- und Unterstützungsservice zu entwickeln. Hierbei wurde eine erste Integration mit der Infostructure Datenbank sowie ein erstes Mock-Up des Webinterfaces für VUK erstellt. Zusätzlich hat HI-Iberia eine wichtige Rolle in der wirtschaftlichen Betrachtung und hat hier Möglichkeiten identifiziert wie das Projekt kommerzialisiert werden kann und wie ein Markteintritt für VUK aussehen könnte. Daraus sind der erste Umsetzungsplan sowie die erste Stufe des Business Models entstanden.

BZN

Im Laufe der letzten Monate hat das VUK Konsortium aktiv an einigen wichtigen End-User und entwicklungsrelevanten Aufgaben gearbeitet. Zunächst wurden die Evaluierungsmethodologie erstellt sowie die zentralen Inhalte zu ethischen und datenschutzrechtlichen Fragestellungen gesammelt. Das Zustimmungsformular für die agile Evaluation sowie die Feldtests wurde ebenfalls finalisiert. Im ersten Evaluierungsbericht wurden die Ergebnisse der ersten Tests (Evaluierung der Website sowie Mock-Up Tests) zusammengefasst. Gemeinsam, unter der Leitung von BME und mit starker Einbeziehung der End-User Partner, wurde das Benutzerinterface für die mobile und webbasierte VUK Applikation mit einem starken Fokus auf die Bedürfnisse blinder und seheingeschränkter Menschen designet.

Auch die Entwicklung wurde vorangetrieben. Ausgehend von dem Dokument zu den ethischen und datenschutzrechtlichen Inhalten, generierte INOVA+ einen Report der die entsprechenden Fragestellungen aus entwicklungstechnischer Sicht beleuchtet. Generell wurde die Entwicklung am VUK Framework sowie anderen Inhalten wie den Infostrukturen, der Lokalisierung, der Navigation, den sozialen Vernetzungsmodulen sowie den TTS/STT-Lösungen vorangetrieben. Die erste Version der entsprechenden Module wird beim Halbzeit-Review, welches am 21. Juni in Brüssel in den Räumlichkeiten der AAL CMU stattfindet, vorgestellt. Vor diesem Review wird das dritte Konsortialmeeting stattfinden.

 

CeBIT Konferenz in Hamburg     Ungarische-Chinesische Investor Konferenz

VUK wurde auch auf verschiedenen Events wie etwa der CeBIT in Hannover oder einer Ungarische-Chinesische Investors Konferenz in China vorgestellt.

Weitere Information 

Um weiterhin auf dem Laufenden bezüglich der VUK-Community und ihren Aktivitäten zu bleiben besuchen Sie uns unter http://www.vuk-project.com oder werden Sie Teil der Facebook-Gruppe (VUK - Visionless Supporting Framework). 

Newsletter 2

Projektübersicht  

 VUK (Visionless sUpporting frameworK) ist Teil des EU-Projekts “Aktives und unterstütztes Leben” und besteht aus einem Konsortium von neun Partnern aus Ungarn, Österreich, Spanien, Portugal und Großbritannien.  

 

Im Mittelpunkt des Projekts stehen ältere, blinde und sehbehinderte Menschen, welche über eine technische Grundausstattung verfügen (Smartphone) und eine passende Navigationstechnologie für die alltägliche Fortbewegung im städtischen Bereich vermissen.  

 

Das Projekt Visionless sUpporting frameworK (VUK) hat zum Ziel, sehbeeinträchtigte Menschen bei der Bewältigung von Aufgaben des täglichen Lebens zu unterstützen und insbesondere ihre Mobilität und Orientierung zu fördern.

Projektziel  

 Das Ziel des Projektes ist es, den Alltag von blinden und sehschwachen Menschen zu unterstützen, indem eine einfache, effektive und preiswerte Tür-zu-Tür-Navigationslösung für den Innenbereich entwickelt wird.  

 

Im Gegensatz zu den üblichen Navigationssystemen, die nur eine Außennavigation ermöglichen, adressiert das Projekt VUK besonders jene Situationen, wo sehbeeinträchtigte Menschen unbekannte Wege in Innenbereichen zurücklegen möchten (U-Bahn-, Bahn- und Busstationen) oder wenn Ziel einer Fahrt der Besuch eines komplexen Gebäudes (Einkaufszentrum, Geschäftshaus, Amtsgebäude, usw.) ist. Dieser zukünftige Service könnte auch für Firmen, Büros oder Infrastrukturbetreiber (wie z. B. die öffentliche Verwaltung) interessant sein, wo blinde Menschen arbeiten und somit am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Fortschritte im Projekt 

Das Projekt VUK läuft mittlerweile seit sechs Monaten. Nachfolgend finden Sie einen Überblick zu den Fortschritten der einzelnen Projektpartner:

Endnutzer-Organisationen und Ergebnisse der Bedarfsanalyse 

In einem ersten Schritt wurden Bedarfsanalysen in zwei Ländern (Österreich und Ungarn) von den Projektpartnern INFOALAP, der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs und TSB Transdanubia durchgeführt. Mithilfe von qualitativen und quantitativen Umfragen wurden die Schwerpunkte des zukünftigen Produktes definiert. Eine Bedarfsanalyse wurde erstellt und Hauptfunktionen der Software definiert. Basierend auf der qualitativen und der quantitativen Umfrage, konnten fünf Indoorbereiche definiert werden, in denen ältere und sehbehinderte Menschen auf Schwierigkeiten treffen und die VUK Software verwenden würden.

 

Anhand der Umfrageergebnisse wurden auch die Anwendungsbeispiele von INFOALAP definiert. Diese dienen den technischen Spezifikationen und werden im Validationsprozess verwendet. Jedes Anwendungsbeispiel enthält eine Minimal- und eine Optimalversion. Dies ist von Bedeutung, da die Testpersonen nicht bekannt sind und nicht abzuschätzen ist, wieviel Zeit und Geduld jeder Einzelne für die Tests aufbringen wird. Das Testgelände ist noch nicht definiert, daher ist unklar, welche Aktivitäten dort seitens des Liegenschaftsbesitzers erlaubt sind. 

 

Jedes Anwendungsbeispiel enthält die genaue Aufgabenstellung (Vorbereitung, Außen- und Innennavigation), die Start und Endziele der Reise und wenn möglich, die am schwierigsten zu bewältigende Aufgabe bzw. Situation für den Anwender (falls eine solche definiert werden kann).  Ebenso erfasst werden Voreinstellungen und Zusatzinformationen.

 

Um einen Überblick über bereits vorhandene Lösungen und den aktuellen Stand der Technik zu erhalten, wurde vom Projektpartner INFOALAP eine Gap Analyse durchgeführt. Kurz zusammengefasst ergab die Untersuchung, dass das Thema Indoornavigation immer noch in den Kinderschuhen steckt. Miteinander konkurrierende Technologien und Lösungen kommen und gehen, die Verfügbarkeit solcher Dienste ist nur teilweise oder begrenzt gegeben. Der schnelle Wandel und die Dynamik in diesem Technologiebereich machen es schwierig, die bestgeeignetste Lösung für die spezielle Aufgabenstellung der Zielgruppe von VUK zu finden. 

 

TSB Transdanubia beschäftigte sich mit dem potenziellen Markt für das VUK System und führte eine erste Marktanalyse durch. TSB erstellte ebenfalls Marketingmaterial wie z. B. eine Broschüre, Poster, und eine Facebookgruppe. Die Website wird ebenfalls laufend von TSB aktualisiert.

Technische Partner

Der wichtigste Beitrag in der zweiten Hälfte dieses Jahres war die Erstellung des Dokuments mit den projektspezifischen technischen Spezifikationen, Delivery 2.3. genannt. In diesem von INOVA+ erzielten Ergebnis geht es um die durchgängige Dokumentation der technischen Spezifikationen, welche von allen technischen Partnern beachtet werden müssen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass den Anforderungen der zukünftigen Benutzer entsprochen wird. Wenngleich der Umfang der Aufgabenstellung eine teilweise Vertiefung bzw. Erweiterung dieses Dokuments erfordern wird, ist diese erste Version eine wichtige Basis und fixer Bezugspunkt durch das ganze Projekt hindurch.

 

Auch wenn alle Partner bei der Erstellung dieses Dokuments mitgewirkt haben, gab es mehrfach wichtige Beiträge durch folgende Partner: INFOALAP, als Leiter der Endnutzer-Umfrage, wirkte wesentlich  bei der Definition und Präzisierung der Spezifikationen mit. ESL wird sich mit einem Programmiergerüst auf der untersten Ebene befassen und BZN koordinierte alle Partner und überwachte die Struktur und Methode hinter diesem sehr langen Arbeitspapier. Das Dokument dient als Grundlage zur Planung und Durchführung aller technischen Entwicklungen, welche das Hauptziel des Projekts darstellen und in den nächsten Monaten umgesetzt werden.

 

INOVA+ hat auch in anderen projektbezogenen Aktivitäten viel Einsatz und leidenschaftliches Engagement gezeigt. Viele Meetings wurden von INOVA+ moderiert und im Rahmen der European Researcher Night 2016 präsentierte INOVA+ das VUK Projekt - es fand somit die erste Veröffentlichung statt.

 

Die erste Aufgabe von Erlang Solutions (ESL), einem der technischen Projektpartner, bestand in der Sichtung der Aufgabenstellungen sowie anschließender Prüfung und Mitarbeit bei den technischen Spezifikationen. ESL arbeitet an der Zusammenführung der unterschiedlichen technischen Komponenten sowie an einem Prototyp der Software.  

 

HI-Iberia, ein weiterer technischer Partner, spielt eine wichtige Rolle im Bereich der möglichen kommerziellen Verwertung des Projekts. ¿Es wurde untersucht, wieweit die Endnutzer-Anforderungen und die technischen Spezifikationen die möglichen Sozialmedia-Services von VUK beeinflussen. Des weiteren begann HI-Iberia nach Verwendungsmöglichkeiten für zukünftige Projektergebnisse zu recherchieren. Es soll die besten Variante gefunden werden, das VUK Projekt auf den Markt zu bringen. Anhand des Ergebnisses dieser beiden Arbeiten wird ein Plan für die kommerzielle Nutzung erstellt und die  erste Stufe eines Businessplans wird in den kommenden sechs Monaten durchgeführt.  

London Meeting

Soeben sind wir von unserem Projekttreffen in London retour. Das Treffen fand von 20. bis 21. November statt und war ein wichtiger Schritt im VUK Projekt. Solche Treffen ermöglichen es, in Kürze gemeinsam wichtige Entscheidungen zu treffen, das gesamte Team auf den letzten Stand der jeweiligen Partner zu bringen und die kommenden Arbeitsschritte für die nächsten sechs Monate zu fixieren.

 

Bei diesem Treffen haben sich die VUK Projektpartner auf die technischen Spezifikationen und die Entwicklung der eigenen VUK Indoornavigationslösung konzentriert. Neben reger Diskussion zum Thema Online- versus Offline-Anforderungen erzielten die technischen Partner Fortschritte bei den Schlüsselkomponenten, welche in einem nexten Schritt entwickelt werden.  

 

Die Endnutzer Partner berieten über rechtliche und praktische Anforderungen an das Testsystem. Es wurden auch schon erste Ideen zu möglichen Teststrecken ausgetauscht. Weiters einigten sich die Partner darauf, dass vierzig Testpersonen das System erproben werden – zwanzig in Budapest und zwanzig in Wien. 

Teambild - London Meeting

Nächste Schritte

Die Arbeiten der kommenden sechs Monate werden das Endprodukt des VUK Projekts maßgeblich beeinflussen. Das technische Fortkommen und erste technische Tests werden in dieser Phase die Hauptrolle spielen.  Um das bestmögliche Produkt zu entwickeln, wurde der Fokus auf eine 100-prozentig barrierefreie Navigationslösung gelegt. Jeder Testlauf wird von blinden und sehschwachen Personen durchgeführt, um sicher zu stellen, dass die Navigationslösung mit Screenreadern und Sprachfunktion kompatibel ist. 

 

Um das VUK System bekannt zu machen, sind Veranstaltungen zur Veröffentlichung für das Frühjahr bzw. den Frühsommer 2017 geplant. Eine diese Veranstaltungen wird das  IKT Forum für Menschen mit Behinderung sein, welches im Juli 2017 in Linz stattfindet. 

Newsletter 1

Projektübersicht

VUK (Visionless sUpporting framework) ist Teil des EU Projekts “Aktives und unterstütztes Leben” und besteht aus einem Konsortium von neun Partnern aus Ungarn, Österreich, Spanien, Portugal und Großbritannien. Im Mittelpunkt des Projekts stehen ältere, blinde und sehbehinderte Menschen, welche über eine technische Grundausstattung verfügen (Smartphone) und eine passende Navigationstechnologie für die alltägliche Fortbewegung im städtischen Bereich vermissen. Das Projekt Visionless sUpporting frameworK (VUK) hat zum Ziel, sehbeeinträchtigte Menschen bei der Bewältigung von Aufgaben des täglichen Lebens zu unterstützen und insbesondere ihre Mobilität und Orientierung zu fördern.

Projektziel

 Das Ziel des Projektes ist es, den Alltag von blinden und sehschwachen Menschen zu unterstützen, indem eine einfache, effektive und preiswerte Tür-zu-Tür-Navigationslösung für den Innenbereich entwickelt wird. Im Gegensatz zu den üblichen Navigationssystemen, die nur eine Außennavigation ermöglichen, adressiert das Projekt VUK besonders jene Situationen, wo sehbeeinträchtigte Menschen unbekannte Wege in Innenbereichen zurücklegen möchten (U-Bahn-, Bahn- und Bus-Stationen) oder wenn Ziel einer Fahrt der Besuch eines komplexen Gebäudes (Einkaufszentrum, Geschäftshaus, Amtsgebäude, usw.) ist. Dieser zukünftige Service könnte auch für Firmen, Büros oder Infrastrukturbetreiber (wie z. B. die öffentliche Verwaltung) interessant sein, wo blinde Menschen arbeiten und somit am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. 

Projektbeginn: BZN (Bay Zoltan Nonprofit Ltd.)

 Das Projekt VUK startete am 1. März 2016 und läuft über einen Zeitraum von dreißig Monaten. Die Zusammenarbeit der Partner begann bereits in den Wintermonaten. Der Konsortialvertrag wurde finalisiert und von allen Projektpartnern unterschrieben. In einem ersten Schritt brachte die Organisation BZN (Bay Zoltan Nonprofit Ltd.) die Projektpartner an einen Tisch und erstellte eine Plattform für die gemeinsame Onlinezusammenarbeit. Jede zweite Woche treffen sich die Partner zu einem Skype meeting, um den aktuellen Stand des Projekts und die nächsten Schritte zu besprechen. Eine der ersten Aufgaben bestand darin, nötige Unterlagen für die Veröffentlichung zu erstellen - eine Website, ein Logo, Vorlagen. Ebenfalls am Beginn stand die Durchführung einer Umfrage bei potentiellen Anwendern. Die Ergebnisse sollten die tatsächlichen Bedürfnisse der Zielgruppe aufzeigen. Die Firma TSB gestaltete das VUK-Logo und die Website, welche in fünf Sprachen zur Verfügung steht. Sowohl beim Logo als auch bei der Website wurde die Zielgruppe berücksichtigt, da TSB als Experte für sehbehinderte Menschen visuelle barierefreie mitdenkt. Die Umfragen wurden von unseren Enduser-Partnern durchgeführt (Infoalap und Hilfsgemeinschaft). Erste Ergebnisse finden Sie nachfolgend. 

 Kick-off Meeting: Miskolc, Hungary

 Das offizielle Kick-off Meeting der Arbeitsgruppe fand am 28./29.04.2016 bei Bay Zoltán Nonprofit Ltd. in Miskolc, Ungarn, statt. Alle Projektpartner waren anwesend. Bei dem Treffen wurden die ursprünglichen Ideen für das VUK-Projekt diskutiert, das Logo und die Webseite wurden vorgestellt und der Zeitplan für die ersten Monate des Projekts wurde erstellt. Am zweiten Tag demonstrierten die Technikpartner neueste Innovationen. Die Enduser-Partner äußerten ihre Erwartungen und Bedürfnisse stellvertretend für blinde und sehbehinderte Menschen. Das Treffen brachte alle Partner zum ersten Mal zusammen, was auch für gute Stimmung sorgte. Das Team freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.
  Gruppenbild - Treffen Miskolc, Ungarn
Abschlussbild des Kick-off Meetings
  

Erste Ergebnisse: Bedarfsanalyse

Die Umfrage für die Bedarfsanalyse richtete sich an potenzielle Anwender aus zwei Ländern (Ungarn und Österreich). Mittels einer qualitativen und einer quantitativen Umfrage wurden die Hauptmerkmale für Service, Anwenderfreundlichkeit und Hauptfunktionen ermittelt.  Die Ergebnisse scheinen im allgemeinen mit den Projektzielen übereinzustimmen und machen deutlich, dass der Grundgedanke des Projekts mit den Erwartungen der potenziellen Anwender übereinstimmt. Die Analysen ergeben sich aus Umfragen in 2 Ländern. An der quantitative Umfrage nahmen über 100 Freiwillige in zwei Ländern teil. Qualitative Interviews wurden mit 12 Teilnehmern in 2 Ländern durchgeführt. Die Teilnehmer scheinen sehr optimistisch zu sein, dass die Software eine Steigerung ihrer Autonomie, geringere Mobilitätskosten und mehr Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe realisieren könnte. Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass beim VUK Projekt mobilitätsbezogene Kosten im Gegensatz zu anderen bereits existierenden Navigationslösungen (welche derzeit von den Teilnehmern verwendet werden) reduziert werden können. 

 

Örtlichkeiten für welche ein Indoor Navigationssystem genützt werden würde

Örtlichkeiten für welche ein Indoor Navigationssystem genützt werden würde

 

Häufigkeit der Navigationsschwierigkeiten als Produkt der Sehbehinderung

Häufigkeit der Navigationsschwierigkeiten als Produkt der Sehbehinderung

Kontaktinformation

Österreich

Daniele Marano

 marano@hilfsgemeinschaft.at

 +43 1 330 35 45 41

Vereinigtes Königreich

John Samuel

 john.samuel@erlang-solutions.com

 +36 309 642 534

Spanien

Diego Fuentes

 dfuentes@hi-iberia.es

 +34 91 458 51 19

Ungarn

Katalin Sebestény

sebesteny.katalin@infoalap.hu

+36 1 273 3182

Portugal

Miguel Dias

 +351 962 093 324

Dissemination Aktivitäten

Das Jahr 2017

 

Emanuel Zündel erklärt das Vuk Projekt

Odilien Institut Graz, März

Emanuel Zündel erklärt das VUK Projekt, März 2017

Blindenverband Tirol

BSVB Tirol

Ein Kunde lässt die OrCam den VUK-Poster vorlesen, April 2017

Linz Messe

BSVB Oberösterreich

Eine Kundin schaut sich den Folder mit Hilfe einer Lupenbrille, April 2017